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Bereit für den Digitalen Produktpass: Jetzt handeln

audaxes bei NRW kann DPP! Gemeinsam bereit für den Digitalen Produktpass

Am 16. Juni 2026 nahm audaxes an einer hochkarätigen Fachkonferenz zum Digitalen Produktpass (DPP) an der Hochschule Ruhr West (HRW) teil. Die Veranstaltung „NRW kann DPP! Gemeinsam bereit für den Digitalen Produktpass“ wurde von der HRW in Kooperation mit der Leitstelle Circular Economy CE.NRW (NRW.Energy4Climate) organisiert und von mehreren Partnern unterstützt, darunter das Projekt #dzr | digital.zirkulär.ruhr, gefördert durch das Land Nordrhein‑Westfalen (NRW) und die Europäische Union (EU).

Die interaktive Konferenz brachte Expertinnen und Experten aus Industrie, Wissenschaft und Politik zusammen, um den aktuellen Stand des DPP zu beleuchten. Im Mittelpunkt standen die regulatorischen Rahmenbedingungen und politischen Entwicklungen rund um den DPP, die technologischen Anforderungen an Datenmanagement und Interoperabilität, die Chancen für zirkuläre Wertschöpfungsketten sowie die Herausforderungen bei der praktischen Umsetzung in komplexen, multi‑stakeholder-basierten Lieferketten.

Was ist der Digitale Produktpass?

Der Digitale Produktpass (DPP) ist eine zentrale Initiative im Rahmen der EU‑Verordnung über Ökodesign für nachhaltige Produkte (ESPR). Er etabliert einen standardisierten, digitalen Datensatz für Produkte, der wesentliche Informationen enthält, etwa zur Materialzusammensetzung, Herkunft, CO₂‑Bilanz, Reparierbarkeit und zu Recyclinghinweisen.

Über Technologien wie QR‑Codes oder NFC‑Tags abrufbar, fungiert der DPP als digitale Identität eines Produkts und begleitet dieses über seinen gesamten Lebenszyklus hinweg – von der Herstellung bis zum Recycling. Ziel ist es, Transparenz zu schaffen, die Kreislaufwirtschaft zu fördern und fundierte Entscheidungen für Unternehmen, Regulierungsbehörden und Verbraucher zu ermöglichen.

Die Einführung des DPP ist ab 2027 zunächst für ausgewählte Produktgruppen vorgesehen; in den Folgejahren wird eine schrittweise Ausweitung auf zahlreiche Branchen erwartet.

Welche Branchen sind betroffen?

Die Einführung des DPP erfolgt stufenweise: Zunächst stehen Branchen mit besonders hohem Nachhaltigkeits- und Transformationspotenzial im Fokus. Perspektivisch wird der DPP jedoch branchenübergreifend zum Standard werden. Zu den aktuell im Fokus stehenden Industrien zählen:

  • Batterien
  • Eisen und Stahl
  • Aluminium
  • Textilien und Bekleidung
  • Reifen
  • Möbel
  • Matratzen
  • Elektronik- und IKT‑Produkte
  • Chemikalien

Langfristig wird der DPP branchenübergreifend eingeführt und damit nahezu alle auf dem EU-Markt angebotenen Produkte betreffen.

Auswirkungen auf die Industrie

Für Unternehmen bringt der DPP sowohl Chancen als auch Herausforderungen mit sich.

Chancen:

  • Höhere Transparenz und Rückverfolgbarkeit entlang der Lieferkette
  • Verbesserte Steuerung von Lebenszyklen und Materialien
  • Ermöglichung zirkulärer Geschäftsmodelle wie Reparatur, Wiederverwendung und Wiederverkauf
  • Bessere Vorbereitung auf zukünftige EU‑Nachhaltigkeitsvorgaben

Herausforderungen:

  • Integration von Daten über fragmentierte und globale Lieferketten hinweg
  • Etablierung einheitlicher Standards und Governance‑Strukturen
  • Sicherstellung hoher Datenqualität und Interoperabilität zwischen Systemen
  • Aufbau und Betrieb der erforderlichen IT‑Infrastruktur

Für viele Unternehmen ist der DPP damit nicht nur eine regulatorische Pflicht, sondern ein zentraler Baustein für die strategische Transformation hin zu digitalen und zirkulären Geschäftsmodellen.

Highlights und zentrale Diskussionen der Veranstaltung

Die interaktive Konferenz an der HRW legte großen Wert auf den Dialog innerhalb und zwischen Branchen. Sie bot Raum für den Austausch über Chancen sowie konkrete Herausforderungen bei der Umsetzung des DPP in komplexen Lieferketten—nicht nur innerhalb einzelner Industrien, sondern übergreifend entlang ganzer Wertschöpfungs- und Ökosysteme hinweg.

Zu den wichtigsten Diskussionspunkten zählten:

  • Die Sicherstellung der Interoperabilität von Systemen und Datenstandards über verschiedene Branchen hinweg
  • die Rolle von KI und digitalen Plattformen bei der Umsetzung des DPP sowie die Nutzung der dadurch entstehenden Datenpotenziale
  • der Ausgleich zwischen Transparenzanforderungen einerseits und Datenschutz- sowie Schutzinteressen hinsichtlich geistigen Eigentums andererseits
  • Konkrete Anwendungsfälle und Pilotprojekte aus der industriellen Praxis
Fazit

Der Digitale Produktpass entwickelt sich rasant von der Konzeptphase hin zur konkreten Umsetzung, während verbindliche regulatorische Zeitpläne bereits näher rücken. Unternehmen, die frühzeitig aktiv werden – indem sie ihre Datenbasis stärken, sich an entstehenden Standards orientieren und die Zusammenarbeit in Ökosystemen fördern –, verschaffen sich entscheidende Wettbewerbsvorteile.

Für Organisationen aller Branchen gilt daher: Jetzt ist die Zeit zu handeln.

audaxes verfügt über ein erfahrenes Expertenteam für die Digitalisierung von Supply-Chain-Prozessen mit modernen SAP‑Lösungen. Mit einem umfassenden Leistungsportfolio unterstützen wir Unternehmen jeder Größe dabei, operative Exzellenz in Logistik und Supply Chain Management zu erreichen. Kontaktieren Sie das audaxes-Team, um mehr zu erfahren.

Über audaxes

audaxes ist ein IT-Beratungsunternehmen, das anspruchsvolle Beratungs- und Realisierungsprojekte im Bereich der Supply Chain Optimierung durchführt. Wir unterstützen Unternehmen jeder Größe bei der Automatisierung ihrer Geschäftsprozesse und entwickeln innovative IT-Lösungen auf Basis aktueller Technologien.

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